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EU-Firmensitz ist nicht EU-Hosting

„EU-hosted“ schreibt sich leicht. Deshalb steht auf dieser Seite nicht „EU“, sondern wer, was, wo — mit Namen, Sitz und Rechenzentrum. Wenn eine Angabe hier nicht stimmt, ist das ein Fehler, den du uns bitte um die Ohren haust: support@memexa.ai.

Zuerst der Ausgang

Bevor es um Orte geht: Du kommst jederzeit raus. Jede Notiz, jedes Dokument, der ganze Graph exportiert mit einem Klick als Markdown — vollständig, in einem Format, das jedes Werkzeug liest. Der Graph ist ein Index, kein Lock-in. Ein Anbieter, der zuerst vom Rechenzentrum redet und dann vom Export, hat die Reihenfolge verwechselt.

Das Rechenzentrum

Memexa läuft bei Scaleway in der Region fr-par, Paris — Anwendungsserver, Managed PostgreSQL und Objektspeicher (Dokumente). Alle Datenbank-Verbindungen laufen über ein privates Netz; die Datenbank hat keine öffentliche Adresse. Betreiber ist die Scaleway SAS, eine Tochter der Iliad-Gruppe, Frankreich.

Unterauftragsverarbeiter

Vollständige Liste — jede Firma mit Sitz und Zweck. Was hier nicht steht, bekommt deine Daten nicht.

  • Scaleway SAS

    Sitz
    Paris, Frankreich
    Zweck
    Hosting: Server, Managed PostgreSQL, Objektspeicher, Transaktions-E-Mail
    Verarbeitungsort
    Rechenzentrum fr-par (Paris)
  • Mistral AI SAS

    Sitz
    Paris, Frankreich
    Zweck
    KI-Verarbeitung: Texterkennung (OCR), Embeddings, Verdichtung, Audio-Transkription
    Verarbeitungsort
    EU (La Plateforme)
  • Jina AI GmbH

    Sitz
    Berlin, Deutschland
    Zweck
    Re-Ranking der Suchtreffer — erhält Textausschnitte der Kandidaten, nur bei mehrdeutigen Suchen
    Verarbeitungsort
    api.jina.ai — EU-Verarbeitung nicht zugesichert
  • BunnyWay d.o.o.

    Sitz
    Ljubljana, Slowenien
    Zweck
    CDN und DNS — Auslieferung der Web-Oberfläche
    Verarbeitungsort
    EU-Edge-Standorte
  • Sendinblue SAS (Brevo)

    Sitz
    Paris, Frankreich
    Zweck
    Eingehende E-Mail-Erfassung (Mail-an-Brain-Funktion)
    Verarbeitungsort
    EU
  • Armitage Labs OÜ (Creem)

    Sitz
    Rotermanni tn 14, 10111 Tallinn, Estland — Registercode 16977866
    Zweck
    Zahlungsabwicklung und Abo-Verwaltung als Merchant of Record (nur kostenpflichtige Pläne)
    Verarbeitungsort
    EU; US-Unterauftragnehmer mit SCC (creem.io/dpa)
  • Migadu-Mail GmbH

    Sitz
    Appenzell Ausserrhoden, Schweiz
    Zweck
    E-Mail-Postfächer (support@, privacy@) — ein- und ausgehende Support-Mail
    Verarbeitungsort
    Server bei OVH (EU); Schweiz: EU-Angemessenheitsbeschluss
  • Langfuse GmbH

    Sitz
    Berlin, Deutschland
    Zweck
    Betriebs-Telemetrie der Suche (Metriken und Kosten — nie Frage-Texte, nie Inhalte)
    Verarbeitungsort
    EU (Cloud-Region Frankfurt)
  • Plausible Insights OÜ

    Sitz
    Tallinn, Estland
    Zweck
    Cookielose Besucherstatistik — nur auf dieser Marketing-Website, nicht in der App
    Verarbeitungsort
    EU

Zwei Zeilen, die eine Erklärung verdienen

Creem — die Zahlungskette

Kostenpflichtige Pläne laufen über die Armitage Labs OÜ (Creem) in Tallinn als Merchant of Record. Creem arbeitet dabei mit Unterauftragnehmern in den USA — ohne Kartennetzwerke und deren Dienstleister gibt es keine Kartenzahlung. Das schreiben wir lieber hin, als es unter „EU“ verschwinden zu lassen. Diese Kette bekommt, was eine Abrechnung braucht: E-Mail-Adresse, Rechnungsland, Betrag, Abo-Status. Sie bekommt nie: Notizen, Dokumente, Suchanfragen, den Graphen. Sie hat keinen Zugang zu Datenbank oder Objektspeicher und berührt deine Inhalte an keiner Stelle. Abgesichert sind die Übermittlungen über EU-Standardvertragsklauseln; die aktuelle Liste der Unterauftragnehmer steht bei creem.io/dpa. Der kostenlose Plan durchläuft die Zahlungskette überhaupt nicht.

Migadu — die Support-Postfächer

support@ und privacy@ liegen bei der Migadu-Mail GmbH mit Sitz in Appenzell Ausserrhoden, Schweiz; die Server stehen bei OVH in der EU. Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, aber die EU-Kommission bescheinigt ihr ein angemessenes Datenschutzniveau — eine Übermittlung dorthin braucht keine zusätzliche Garantie. In diesen Postfächern liegt das, was du uns schreibst: Support-Mail. Keine Brain-Inhalte. Migadu ist ein bezahlter Mail-Host ohne Werbefinanzierung. Eingehende Mail an dein Brain läuft nicht hierüber, sondern über Brevo — eigene Zeile in der Tabelle oben.

Welche KI-Modelle, von wem

Die Verarbeitung deiner Inhalte läuft über Modelle von Mistral AI, Paris — konkret: mistral-ocr-latest für Texterkennung, mistral-embed für Embeddings, mistral-small fürs Verdichten und voxtral-mini für Audio-Transkription. Kein US-Modellanbieter sieht deine Inhalte. Das Sprachmodell, mit dem du redest (Claude, ChatGPT, …), bringt dein eigener KI-Client mit — Memexa liefert ihm nur die Fundstellen. Bleibt ein Baustein, bei dem wir es nicht so sauber hinbekommen haben — und der gehört genauso hierhin.

Die eine offene Stelle: das Re-Ranking

Wenn eine Suche mehrere ähnlich gute Treffer liefert, sortiert ein Cross-Encoder sie nach Relevanz — jina-reranker-v2-base-multilingual bei der Jina AI GmbH in Berlin. Dorthin gehen Textausschnitte der Kandidaten. Die Firma sitzt in Deutschland, aber der Endpunkt api.jina.ai sagt uns nicht, wo verarbeitet wird — eine EU-Verarbeitungszusage haben wir für diesen Schritt nicht. Das ist genau die Lücke, die diese Seite bei anderen anprangert, also steht sie hier. Zwei Dinge, die sie kleiner machen: Der Schritt läuft nicht bei jeder Suche, sondern nur, wenn die Treffer dicht beieinanderliegen und eine Sortierung überhaupt etwas ändert. Und er bekommt Ausschnitte, keine ganzen Dokumente. Wir suchen Ersatz; bis der läuft, bleibt dieser Absatz stehen.

Selbst betrieben statt eingekauft

Fehler-Tracking läuft auf einer selbst gehosteten GlitchTip-Instanz auf eigener Scaleway-Infrastruktur — Absturzberichte verlassen unsere Server nicht. Und sie enthalten dich nicht: Bevor ein Bericht rausgeht, werden Nutzer-Identität, IP, Cookies, Header, Authorization-Token, Request-Body und Query-String entfernt. Der Body ist der wichtige Teil davon — dort stünden sonst Notiz-Inhalte und Suchanfragen. Ablauf-Tracing ist standardmäßig aus. Die Besucherstatistik dieser Website ist cookielos (Plausible, EU) und in der App gibt es gar keine.

Schlüssel, die nur eines dürfen

Zugriffsschlüssel folgen dem Least-Privilege-Prinzip: Jedes System bekommt nur die Rechte, die es wirklich braucht. Beispiel: Der automatische Deploy dieser Website hält keinen account-weiten CDN-Schlüssel — nur ein Token, das genau eines kann: den Cache dieser Seiten leeren. Die zentralen Schlüssel selbst liegen im Secret Manager bei Scaleway, nicht in externen Build-Systemen.

Die Trennung liegt in der Datenbank, nicht im Code

Bei den meisten Diensten sorgt Anwendungscode dafür, dass du fremde Daten nicht siehst — ein vergessenes „where user = …“ in einer einzigen Abfrage reicht dann für ein Leck. Bei Memexa liegt die Trennung eine Ebene tiefer: PostgreSQL erzwingt sie über Row-Level Security. Ohne gesetzten Benutzerkontext gibt die Datenbank keine Zeilen heraus — nicht die falschen, sondern gar keine. Der Kontext wird pro Transaktion gesetzt und fällt beim Abschluss automatisch weg, kann also nicht auf die nächste Verbindung aus dem Pool überspringen. Damit das so bleibt, läuft im Testlauf eine Prüfung mit, die anschlägt, sobald eine neue Tabelle ohne Row-Level Security oder ohne ausdrückliche Einstufung dazukommt: Der Bau schlägt fehl, statt still durchzugehen.

Was deine KI darf, entscheidest du — und nimmst es zurück

Claude, ChatGPT und Cursor bekommen keinen Generalschlüssel. Der Zugang läuft über OAuth: Du siehst vor der Freigabe, welcher Client fragt und wohin der Zugriff geht, und bestätigst ihn selbst. Der Browser-Clipper und der volle KI-Zugriff haben dabei getrennte Berechtigungen — der Clipper darf ablegen, nicht deinen Bestand durchsuchen. Verbundene Clients kannst du jederzeit im Dashboard trennen; zusätzlich gibt es einen Widerrufs-Endpunkt nach RFC 7009 für Clients, die ihn von sich aus aufrufen. Und die Zugriffsprüfung hängt nicht an einer einzigen zentralen Stelle: Jede Schnittstelle prüft die Sitzung selbst, damit ein Fehler an einer Stelle nicht alles öffnet.

Löschen heißt löschen — in dieser Reihenfolge

Du kannst dein Konto selbst löschen, mit Bestätigung per E-Mail. Was dann passiert, ist bewusst herumgedreht: Zuerst werden alle Dateien im Objektspeicher entfernt — über den kompletten Nutzer-Präfix, also einschließlich verwaister Dateien, die zu keinem Eintrag mehr gehören. Erst danach fallen die Datenbankeinträge. Scheitert die Datei-Löschung, bricht der ganze Vorgang ab und dein Konto bleibt bestehen, statt dass die Verwaltungsdaten weg sind und die Dokumente liegen bleiben. Der Vorgang lässt sich gefahrlos wiederholen. Einzelne Inhalte kannst du jederzeit einzeln löschen, ohne das Konto anzufassen.

Die Leitungen dahin

Verschlüsselt ist jede Strecke: TLS 1.2 aufwärts an der Kante, ältere Versionen sind abgeschaltet; die Datenbankverbindungen laufen mit verify-full, also mit geprüftem Zertifikat und Hostnamen, nicht nur „irgendwie verschlüsselt“. Die Datenbank hängt in einem privaten Netz ohne öffentliche Adresse. Davor sitzen WAF und DDoS-Schutz, und der Ursprungsserver nimmt nur Anfragen aus dem Netz des CDN an — direkt kommt man nicht an ihn heran. Der Anwendungscontainer läuft ohne Root-Rechte, Abhängigkeiten werden aus einer festgeschriebenen Lockfile gebaut, und das eine externe Binärprogramm, das wir brauchen, ist auf Version und Prüfsumme festgenagelt. Staging und Produktion sind getrennte Projekte, nicht zwei Ordner im selben.

Was wir nicht behaupten

Eine Seite, die nur Stärken aufzählt, ist eine Werbeseite. Deshalb die Gegenliste — jeder Punkt ist einer, den wir gefragt worden sind oder gefragt werden würden:

  • „Deine Daten verlassen nie die EU.“

    Sagen wir nicht. Sobald du Claude oder ChatGPT verbindest, schickst du Fundstellen an deren Anbieter — das ist der Sinn der Sache, aber es ist deine Entscheidung, nicht unsere Zusage. Dazu kommen die Zahlungskette und das Re-Ranking, beide weiter oben offen benannt.

  • „Nur du kannst deine Daten entschlüsseln.“

    Sagen wir nicht. Memexa ist nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Damit Texterkennung, Suche und Verknüpfung funktionieren, müssen der Dienst und die genannten Verarbeiter die Inhalte lesen können. Wer echte Zero-Knowledge-Ablage braucht, braucht ein anderes Werkzeug — und sollte niemandem glauben, der beides gleichzeitig verspricht.

  • „Zertifiziert nach ISO 27001 oder SOC 2.“

    Haben wir nicht. Wir haben gegen OWASP-orientierte Kriterien geprüft, das ist etwas anderes als ein Zertifikat, und wir nennen es auch nicht so.

  • „Von unabhängigen Prüfern penetrationsgetestet.“

    Nein. Es gibt mehrere dokumentierte, mehrstufige Sicherheits-Reviews des Codes — intern. Ein externer Pentest ist etwas anderes, und bis es einen gibt, steht hier kein anderes Wort.

  • „Hochverfügbar, 99,9 %.“

    Nein. Die Produktionsdatenbank läuft ohne Ausfallsicherung. Es gibt Sicherungen und Wiederherstellung auf einen Zeitpunkt, aber kein zugesagtes Verfügbarkeitsniveau — und solange wir keinen geprobten Wiederherstellungslauf mit Datum vorzeigen können, versprechen wir auch keins.

Dokumente & Meldewege

Memexa ist bootstrapped — keine Investoren, kein Exit-Druck. Deine Abos sind das Geschäftsmodell, nicht deine Daten.